the worst of curry

Vorgestern am Currywurststand. Kommen zwei, reden auf Englisch: „Oh let’s take a Curryworst“. „Oh yes, let’s take one.“  Die Curry of Wedding ist aber auch ganz lecker,  kann ich als FAN der Bude nur bestätigen. Und der Guy auch. Er nickt anerkennend beim ersten Bissen. Sie hat sich aus Vorsicht wohl keine eigene bestellt. Probiert und nickt. Sie gehen nickend zur Ampel. Bei jedem Bissen, ein Nicken.

Nun frage ich mich, während ich auf meinem Lieblingsplatz in der Tram sitze, ob auch andere tendenziell ausländisch verwurzelte Kiezbewohner jemals eine Curryworst gegessen haben. Also wegen Schweinefleisch und so. Das ist mal wieder so ein typical Vorurteil. Nämlich, dass alle türkisch-arabischen Weddinger auch strenge Moslems seien. Das ist ja gar nicht so, vermutlich. Oder mögen Asiaten, Afrikaner the Wurst? Ich gehe bald mal auf Recherche. Ich frage sie neben ihren Currywursterfahrungen nach ihren Curryworsterfahrungen. Ich könnte mir vorstellen:  Die worst Erfahrung mit der Curry liegt in der (immer noch irritierenden) Frage: Mit Darm oder ohne? Da fällt mir ein:
Englisch: With or without bowel?/ anderes Wort für bowel = gut. Siehe leo.org.

„Please, three Curryworst for me. I am soooo hungry. Fuck!“
„With or without bowel?“
„Today, please with gut.“
„Okay. Sind aber immer jut hier. Lecker und… (Pause). Scheiße! Look! My Currywürste are burned!!!“
„Oh. They are totally black. Fuck.Shit. Doublefuck. They look like…
Ha Ha ha ha ha ha ha.“
„Ja. Ha ha ha ha ha.“
„Ha ha ha ha ha“
„Ha ha ha.“
„Ha ha.“
„Ha.“
„Ha.“
„Shit happens.“
„Ja. Ha ha ha.“
„Ha ha ha.“
„Ha ha.“
„Ha.“
(kriegt seine Schale rübergereicht)
„How do you say? Gut? Legga?….HHM.“

Schmatz. Schlürf. Schluck. NICKEN, Beiss. Schmatz. Schlürf. Schluck, NICKEN, Beiss. Schmatz…
(WHD. ca. 3x jeweils 5 Bissen lang, danach Abwischen des Mundes mit der Serviette).

Die Interview-Ergebnisse folgen demnächst.

 

(c) Silvia Witte 2017

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